AW: [Allegro] Update zur R-Reform

Thomas Fischer fischer at mail.sub.uni-goettingen.de
Mi Dez 14 08:44:44 CET 2005


Lieber Herr Eversberg,

gibt es bei dieser Konsequenz eigentlich einen Grund, warum man dann in den Texten von Luther, Goethe oder (von mir aus) Marx nicht der Originalschreibweise folgt, statt der Rechtschreibreform, die den Stil dieser deutschen Größen am Anfang des letzten Jahrhunderts verstümmelte (auf Betreiben eines Herrn Duden)?

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Fischer 


> Der einzige Weg, konsistente Texte herauszubringen, von denen man sagen
> kann, um was es sich orthographisch handelt, ist momentan die Anwendung
> vorreformatorischer Schreibung. (Und mit nichts anderem befindet man
> sich in so guter und so zahlreicher Gesellschaft.) Einsatzfähige
> Wörterbücher sind gegenwärtig nur Duden 1991 und natürlich "Ickler" (und
> als Krücke die Einstellung der "alten Rechtschreibung", wenn überhaupt,
> in den Textprogrammen). Alles andere hat sein Verfallsdatum schon jetzt
> überschritten und ist in der konkreten Anwendung von Einheitlichkeit
> weit entfernt. Niemand kann, m.a.W., zur Stunde sagen, was denn
> "reformiert schreiben" ganz konkret sein soll - und folglich kann
> man es auch genaugenommen gar nicht tun. Weshalb wir vom Versuch
> absehen.
> 
> 
> MfG B.E.
> 
> 




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