[Allegro] Die Tuecke des Objekts bei der Inventarisierung

Bernhard Eversberg ev at biblio.tu-bs.de
Mi Okt 21 09:01:09 CEST 2009


Thomas Berger schrieb:

>> Nur müßte das Programm bei jedem Inventarisiervorgang *zwei* Dateien
>> laden statt nur einer. Das hat für uns mehr Gewicht.
> 
> Es gibt wohl wenige Bibliotheken, die ein so hohes Inventarisierungs-
> aufkommen haben, dass durch Nutzung von "include" hier im Jahr in der
> Summe auch nur eine einzige Minute an Verzoegerung zusammen kommt.
> 
Richtig, fokussiert man sich nur auf diese eine Sache.
Wir haben aber stets darauf geachtet, das Argument "Na darauf kommt's
doch nun wirklich nicht an!" so selten wir nur moeglich gelten zu
lassen. Allzuleicht geht sie in Fleisch und Blut ueber und wird gar
nicht mehr als Problem bemerkt, aber es kommt dann am Ende in der Summe
denn doch ein langsameres, schwerfaelligeres System heraus.

> Dem Gegenueberzustellen ist die Idee von Uebersichtlichkeit und
> Pflegeaufwand, die durch das Konzept der Includes befoerdert werden.
Dieser These stehen wir ebenfalls vorsichtig gegenueber. Wir haben
Systeme erlebt, die eben gerade durch freizuegige Zerstueckelung
von Code in zig Module und Moduelchen, die teilweise dann nur an
einer einzigen Stelle eingebunden wurden, sowie durch rekursive
Includes sehr an Ueberschaubarkeit verloren haben. Nur der Entwickler
selbst, der seine Dateien kennt, profitiert davon, nicht derjenige,
der spaeter den Code uebernimmt und warten soll, der muss die
Abhaengigkeiten erst durchschauen und sich die verschiedenen Dateien
in mehreren Fenstern nebeneinander zeigen lassen oder so, und erst
rauskriegen, wo denn nun eine bestimmte Unterfunktion sich verbirgt,
das kann doch wieder leicht unuebersichtlich werden.

Will nur sagen: fuer uns sind solche scheinbar trefflichen Maximen kein
Evangelium.

B.E.




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