Neues vom Index Theologicus

Dr. Hilger Weisweiler hweiswei at supra-net.net
So Jan 18 10:11:02 CET 2004


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

anschliessend die Information ueber eine Neuentwicklung in unserer
Datenbank - eigentlich nur das Abfallprodukt einer frueheren
Entwicklung - , die vielleicht von allgemeinerem Interesse ist. Leider
laesst sich die beschriebene Funktion in unserer Demo-Datenbank nicht
etablieren, weil es in dieser kaum Schlagwortstammsaetze gibt.

Hier nun der Text, der demnaechst auch als Notiz im
"Bibliotheksdienst" erscheinen wird:

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Datenbank Index theologicus jetzt auch als deutsch-englisches bzw.
englisch-deutsches Fachsprachwörterbuch zur Theologie nutzbar

Seit mehr als einem Jahr verfügt der Index theologicus über eine
bilinguale Sacherschließung. Darüber wurde in dieser Zeitschrift
ausführlich berichtet (36. 2002, S. 718-721). Technischer Kern der
bilingualen Sacherschließung sind ca. 55.000 Schlagwortstammsätze, die
neben der deutschen Ansetzungsform ggf. den englischen äquivalenten
Begriff, ferner ggf. Synonym- und Thesaurusverweisungen enthalten. –
Das Projekt der Implementierung einer englischen Sacherschließung war
ursprünglich angestoßen worden durch die Idee unseres anglophonen
Kollegen Dr. Thomas Riplinger, ein englisch-deutsches Begriffsregister
zur Theologie in der Datenbank zu etablieren. Nach näherer Prüfung
waren wir seinerzeit zu dem Ergebnis gekommen, der Aufwand für ein
derartiges Unternehmen stehe in keinem Verhältnis zu dessen Nutzen,
ein Begriffsregister wecke vielmehr erst den Wunsch nach einer
kompletten bilingualen Sacherschließung, die wir als illusorisch
ansahen. Der Fortgang der Dinge hat diese pessimistische Ansicht Lügen
gestraft. Innerhalb von weniger als zwei Jahren konnte die bilinguale
Sacherschließung dann doch realisiert werden. – Die Idee eines
theologischen Fachsprachwörterbuchs haben wir indessen niemals aus dem
Auge verloren. Sie konnte jetzt mit ganz geringem Aufwand verwirklicht
werden, wird als zusätzliche Funktion auf der CD-ROM Index theologicus
2004, 2 vertreten sein, die Ende April 2004 ausgeliefert werden wird,
und hat folgende Gestalt: Eine RTF-Seite präsentiert den „Flip
 (Hyperlink) auf ein Programm, das zunächst ein Eingabefenster öffnet,
in das der Nutzer seinen Suchbegriff schreibt, z.B. „Abendmahl“. Das
Programm sucht anschließend nach dem Schlagwortstammsatz und lädt ihn,
jedoch im englischsprachigen Anzeigemodus, so dass der Nutzer umgehend
den englischen Äquivalenzbegriff „Lord’s Supper“ angezeigt bekommt.
Gibt es, wie das bei dem Begriff „Abendmahl“  der Fall ist,
Verweisungs- oder Ober-, Unter- sowie Verwandte Begriffe, so wird
zugleich auch deren englische Übersetzung angezeigt. Außer mit der
maßgeblichen Ansetzung kann auch mit einem Verweisungsbegriff – im
vorliegenden Fall etwa „Herrenmahl“ – gesucht werden; das Ergebnis ist
das gleiche. Existiert der eingegebene Suchbegriff weder als
Ansetzungs- noch als Verweisungsbegriff in der exakten Eingabeform,
schlägt das Programm den deutschen Schlagwortindex in der Nähe des
eingegebenen Suchbegriffs auf. Der Benutzer kann dann in dem Index
blättern und sich den Schlagwortstammsatz seiner Wahl anzeigen lassen.
Mit der Tastenkombination Strg+y kann er zum englischen Anzeigemodus
wechseln, d.h., sich die englischsprachige Ansetzung zeigen lassen,
und wieder zurück zum deutschen. Der beschriebene Vorgang funktioniert
vice versa, also von englischer Terminologie ausgehend, genauso. – Auf
der Startseite der Datenbank und an einigen anderen Stellen befindet
sich ein „Flip“ (Hyperlink) auf die neue Lexikonfunktion, die auch mit
der Tastenkombination Strg+t gestartet werden kann. – Zu danken ist
diese neue Möglichkeit dem Programm allegro, einer aus Sicht des
Berichterstatters schlechthin genialen Software, und insbesondere
dessen Flex-Sprache.

(Dr. Hilger Weisweiler, UB Tübingen)



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