Verlust von bearbeitendem Zugriff

Thomas Berger ThB at gymel.com
Di Jun 11 07:54:05 CEST 2002


Sehr geehrter Herr Senner,
 
> Durch eine Stromunterbrechung ist meine allegro-Datenbank während
> eines Indexierungslaufes abgestützt, die .log Datei ist verloren
> gegangen, die .adx Datei war nicht mehr brauchbar. Es gibt eine Datei

Soweit erst einmal aergerlich, aber nicht schlimm.

Nach einem Stromausfall sollte man zunaechst einmal mit
chkdisk oder scandisk die Festplatte(n) auf Konsistenz
untersuchen, neuere Windows'98-Systeme tun dies von
sich aus.

Danach ist die entscheidende Frage, ob der "Indexierungslauf"
eine "volle Reorganisation war" oder aber "Index wiederherstellen":
In letzerem Fall kann man die Funktion einfach wiederholen,
in ersterem Fall haengt es davon ab, zu welchem Zeitpunkt
der "Indexierung" der Ausfall erfolgte: War es "spaet" (waehrend
des zweiten Indexlaufs, erkennbar daran, dass ein Index bereits
existiert, aber nur aus Register 9 oder 10 besteht), genuegt
es, die Funktion "Index wiederherstellen" aufzurufen, nachdem
man die Datein II* im Datenverzeichnis geloescht hat.
War es "frueh", so muss man durch sorgfaeltiges zurueckbenennen
der Dateien *.A1D in *.ALD (und voheriges aus-dem-Weg-raeumen
der bereits entstandenen Dateien *.ALD) den Zustand vor der
Indexierung rekonstruieren und dann neu starten.


> mit dem im Handbuch nicht erklärten Namen "backlog", die aber nicht
> als .log Datei umbenannt funktioniert hat.Die "Routine Datenbank

"backlog" ist eine Kopie der .log-Datei, wie sie vom Cockpit-
Aufruf "private Datensicherung" angelegt wird.



> wiederherstellen" scheiterte an der fehlenden .log Datei,

gut! (oder haetten Sie ein Backup gehabt?)



> "organisieren-7 Datenbank völlig neu aufbauen", wie auch "organisieren
> Index wiederherstellen" stürzten kommentarlos ab. "Funktionen -7

Neuere Versionen des Cockpit verweigern die Ausfuehrung
dieser Funktionen, wenn es noch alte Dateien *.A1D im
Datenverzeichnis gibt. Die entsprechende Meldung 
"check old files / bitte Altdateien ueberpruefen" wird oft
von den AnwenderInnen uebersehen (ich weiss nicht warum, 
aber es ist so).


> Index" führte schließlich, nach Löschen der alten .adx und .tbl
> Dateien, zur Wiederherstellung der Datenbank. Im Lesezugriff und als

s.o. Es ist nicht klar, ob Ihre Datenbank "wiederhergestellt"
wurde, oder nur ein Teil davon zu einer neuen Datenbank
gemacht wurde. Hoffentlich haben Sie ein Backup (bzw.:
Sie schreiben, dass es keine .log-Datei gab, also scheinen
Sie wirklich nach der letzten Aktion an der Datenbank
und vor der "Indexierung" eine Datensicherung durchgefuehrt
zu haben. Die anderen AnwenderInnen sollten sich das
zum Vorbild nehmen)


> OPAC funktionieren alle Indices und die Vollanzeige - nur ein Schreib-
> bzw. Bearbeitungszugriff (C, E, I usw) ist nicht möglich.
> In der cp.bat, wie auch in der ccc.bat steht - wie im Handbuch
> empfohlen - die Option -a2, auch in cp.opt ist sowohl unter dbn als
> auch unter presto a2 gesetzt.

Im "Lesezugriff" (-a0) und im OPAC ist das so eingestellt.
Beim Vollzugriff auf die Datenbank (Menuepunkt "benutzen"
im Cockpit), sollte es in der Tat moeglich sein, mit der
(hypothetisch unvollstaendigen) Datenbank zu arbeiten.
Ich kann keine Erklaerung anbieten, warum das im Moment
nicht geht.


> Der Versuch, über den Programm-Aufruf "acp -a2" einzusteigen, führt
> zwar dazu, daß zuerst das Cockpit-Menu erscheint, Drücken der "ENTER"
> Taste hat aber einen Rücksprung auf den DOS-Prompt "c.?allergo" zur
> Folge.

Normales Verhalten von acp.exe. cp.bat ruft acp.exe auf,
acp.exe produziert ccc.bat und gibt die Kontrolle an cp.bat
zurueck, dieses wiederum fuehrt erst die soeben erzeugte 
ccc.bat aus.


> Der Versuch, mit "presto -a2 dbn" endet mit "Keine Datenbank auf
> C:\ALLEGRO\". Auch der Eintrag "Set-C=3" in ccc.bat hilft nicht
> weiter.

...keine sinnvollen Aktionen.


> Zu - schlechter - letzt hat bei mir "Routinen sichern -B
> Gesamtsicherung" noch nie funktioniert (kommentarloser Absturz). Ich

MS-DOS 5 und MS-DOS 6 hatten inkompatible Versionen eines
Programms namens "backup". Windows 95 hatte ueberhaupt
keines. Daher ist der Menuepunkt "Private Sicherung"
eingefuehrt worden, der ein externes Programm benutzt.


> habe mich bisher mit "-P private Sicherung" beholfen, habe aber
> Zweifel, wie weit das im "Ernstfall" hilft.

Das werden Sie notgedrungen nun merken:
Wenn es so ist, wie ich oben unterstellt habe, naemlich
dass es eine "volle Reorganisation" war, als der Stromausfall
zuschlug, so gibt es durch Ihr anschliessendes Ausfuehren
der Funktion "7" inzwischen nicht einmal mehr die Moeglichkeit,
zu ermitteln, ob die Datenbank noch vollstaendig ist.
Insofern ist der beste Weg, das Datenverzeichnis durch
umbenennen einerseits zu sichern und andererseits aus
dem Weg zu raeumen und dann durch Zurueckspielen der
"privaten Datensicherung" den letzten (im mehrfachen 
Wortsinn) gesicherten Zustand ins Datenverzeichnis
zu bringen.

viele Gruesse
Thomas Berger




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