Sortierung und Indizierung von Namen

Thomas Berger ThB.com at t-online.de
Fr Apr 24 21:36:34 CEST 1998


Lieber Herr Lackhoff,

sie antworteten auf Herrn Eversberg, dem ich ansonsten 
zustimmen moechte, da ich finde, dass Automatismen stets
konservativer als menschliche Benutzer sein sollen:

> Noch einmal auf Ihren Haupteinwand: es geht nicht darum, etwas
> vorzugaukeln, was nicht da ist, sondern das, was da ist gleich
> durchzureichen. Bei einer Indexsuche ist der Unterschied nur ein
> Tastendruck, bei einer Maskensuche bedeutet es aber eine ganz neue
> Suchanfrage (Computer: "Versuch es noch einmal, diesmal mit der
> Ansetzungsform" Antwort des Benutzers: "Wofuer hab ich Dich denn?")

Da haben Sie recht: Der Computer muss natuerlich den Index
konsultieren und nicht automatisch und bloed den Verweisungen
folgen (dafuer haben wir Benutzer ;-), sondern schauen, ob eine
Verweisung da ist *und ob noch andere Eintraege da sind*. Nur 
(bzw. eigentlich "hoechstens") dann, wenn eine Verweisung vorliegt 
und kein anderer Eintrag, darf er in einer weiteren Recherche den
Zielregisterbereich aufblaettern und den Algorithmus von vorne
durchfuehren (ach ja, zyklische Verweise abfangen: Max Hop Count
ist etwa 30 fuer IP-Pakete. Und natuerlich muss die Maschine
*unbedingt* mitteilen, warum sie einen anderen Registerbereich
aufgeblaettert hat und einen Knopf anbieten, mit dem der Benutzer
den Rechner zwingen kann, den verworfenen Bereich trotzdem
aufzublaettern...)

Ich sehe hier eher den Fall fuer eine interessante Perspektive
betreffend Erweiterung der Avanti-Sprache (jage QRIX-Output
durch Parameterdatei, teste dann auf evtl. gesetzte Anwender-
variable und verzweige). Die Tastaturumcodierung ist auf
jeden Fall ueberfordert (bzw.: ich weiss nicht, ob man da
nicht auch nachladen kann!).


Ungeloest bleiben aber in der Tat die Faelle, wo ich zwar mit
Stammsaetzen arbeite, aber mich nicht fuer eine Hauptansetzung
entscheiden kann (Schweiz?!). Ein anderer Fall ist mir
im Rahmen der Objektdokumentation untergekommen, dort gab
es einen Materialthesaurus, wo ich das erste Mal sah, dass
es nuetzlich sein kann, bei Eingabe von Oberbegriffen ("Holz")
die Suche automatisch auf Unterbegriffe ("Eiche") zu
erweitern: Hier muesste die Recherche sogar automatisch simultan
_allen_ Verweisungen folgen (Erwaehnen des Prinzips vom "engen
Schlagwort" waere nicht soo ueberzeugend: Man sucht nicht "ueber
Holz", sondern "aus Holz").

[Schlenker: Die Pseudoschluessel-Mimik ist extrem unbefriedigend:
Letztens wurde in der PND die Kinderbuchautorin "Lore" umgelenkt,
danach sah mein Personenregister ziemlich furchtbar aus...]

Sie haben richtig bemerkt, dass eine Variante der SR-Suche
hier hilfreich sein kann. Denkbar ware ein zusaetzlicher
Parameter in der .cPI, der bewirkt, dass _alle_ (oder nur
solche in bestimmten Kategorien) Schluesselreferenzen _abc
als SR-Schluessel indexiert werden: 
- Es liesse sich ein (fast) sauberer Pseudoschluesselmechanismus
  implementieren
- Ich blaettere einen Stammsatz auf und bekomme per Erweiterung
  alle damit verknuepften Saetze.

Fuer den Bereich Pseudoschluessel gibt es keinen anderen Weg,
aber "normale" SR hat ja andere Zwecke. Ich kann nicht abschaetzen,
ob es daher wirklich Sinn macht, undifferenziert _alle_ Referenzen
zu SR-Schluesseln zu machen. Wenn man es denn will, geht es
natuerlich auch jetzt schon: 

Im Hilfsabschnitt springe ich beim Abspeichern 

#u2 +#39E i4,s Z

zu folgendem Code:

#39E
#M0X p"#M0X |" e"|" M

#u01 dcd dcc acc
#-a
#ucc b"_" e"[ <Teilfeldzeichen>/.,-;:_!%&/()¶{}=?+*~#'<>|]" p" " Acd
#u02 +a dcc acc

#ucd p"#M0X" M
#nr dcc dcd Z
#+#

der wirft mir (getestet) alle ersten Referenzen durch " " getrennt
nach #M0. Wenn ich nun in den Indexparametern 

(ak=M0X+...    funktioniert soviel ich weiss nicht)

irgendwie (also nicht getestet) aus jedem Wort in #M0X einen
SR-Eintrag produzieren lasse, muesste es genau die Loesung sein.

Obige kleine Skizze laesst sich schnell aufbohren:

- Durch Einsatz eines Unterprogramms mit Zusatzschleife bekommen
  sie _alle_ Referenzen nach #ucd.

- Mit #t{s1} und Tests koennen Sie die Angelegenheit auf bestimmte
  Kategorien einschraenken

- Durch Zusatzparametrierung beim Bearbeiten, Kopieren etc. koennen
  Sie die "komische" Kategorie verstecken (muesste aber auch ueber
  .CFG gehen)

- Fraglich ist insbesondere bei einer Suche ueber Avanti, ob Sie
  tatsaechlich SR-Schluessel benoetigen, oder ob nicht ein "normaler"
  Indexeintrag irgendwo ausreicht

MHO: Kein Handlungsbedarf (aber wenn jemandem etwas zu den
Pseudoschluesseln einfiele...)

Viele Gruesse
Thomas Berger






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